erev.de | 2014

Heft 8, Jahrgang 2014

Das Thema „Qualitätsentwicklung“ mit der Fokussierung der Wirkungen in den Erziehungshilfen wird in den Veröffentlichungen des EREV seit 2006 regelmäßig aufgegriffen. Das Bundesmodellprojekt hat nach seinem ersten Untersuchungszeitraum (2010 bis 2012) nun für den Zeitraum von 2012 bis 2014 diejenigen jungen Menschen betrachtet, deren Hilfen noch nicht abgeschlossen waren.

Der Datensatz mit über 1000 Variablen betrachtet 406 Hilfeverläufe. Geplant beendete Maßnahmen dauern im Durchschnitt 15,5 Monate. Dass sich die Mühen lohnen, die Abbrüche im Detail zu betrachten, zeigen die Unterschiede bei den Einrichtungen, wie die Untersuchung der sechs- bis 18-jährigen jungen Menschen aufzeigt.

Wie auch schon nach der ersten Veröffentlichung gilt es, den Spagat zu wagen zwischen den Polen „das haben wir doch schon immer gewusst“ und einem notwendigen differenzierten Blick auf die Situation in den Einrichtungen, damit die Hilfen möglichst passgenau gestaltet werden können.

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Heft 7, Jahrgang 2014

Basiswissen zur Aufsichtspflicht und Haftung ist ein Thema, welches zum Handwerkszeug nicht nur in der Kinder- und Jugendhilfe gehört. Im Mittelpunkt dieser Neuauflage steht das Wechselverhältnis pädagogischer und juristischer Maßstäbe. Der Vor- und Nachteil der rechtlichen Grundlagen liegt darin, dass diese interpretierbar sind. Was bedeutet, »das Maß der gebotenen Aufsicht bestimmt sich nach Alter, Eigenart und Charakter des Kindes«? Vor diesem Hintergrund legt auch diese Veröffentlichung ihren Schwerpunkt darin, dass die Leserinnen und Leser in die Lage versetzt werden, sich ein eigenes Urteil in der jeweiligen spezifischen pädagogischen Situation bilden zu können. Es kommt auf das Alter an, den Entwicklungsstand, die Situationen, in denen das Kind vorher betreut worden ist, und auf die voraussichtlich eintretenden Situationen an schädigendem Verhalten.

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(erhöhter Preis: 15,- Euro)

 

Heft 6, Jahrgang 2014

In dieser Veröffentlichung wird das Projekt „Traumapädagogik in der stationären Jugendhilfe“, das von 2011 bis 2014 durchgeführt wurde, vorgestellt. Daran beteiligt waren das Christliche Jugenddorfwerk Deutschland e.V. (CJD) sowie das Universitätsklinikum Ulm. Die Verantwortungsketten für die Gestaltung sicherer Orte durchziehen diese Publikation wie ein roter Faden. Die realen Lebenswirklichkeiten mit befristeten Arbeitsplätzen, zeitlich eng limitierten Hilfegewährungen, wechselnden Mitarbeitenden bei öffentlichen und freien Trägern und die Fokussierung der Kostensituation stehen im Widerspruch zu den Anfordernissen, die die pädagogische Arbeit im grundsätzlichen und im Kontext der Traumapädagogik im spezifischen mit sich bringt. Die vorliegende Veröffentlichung zeigt, dass es immer wieder gilt, diese Widersprüche aufzuzeigen, und die inhaltlichen Anforderungen, die die jungen Menschen mit sich bringen, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Eine reine Betrachtung auf die Kostenseite der Maßnahmen verstellt den Blick darauf, dass diese Hilfen gesellschaftlich notwendig sind.

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Heft 5, Jahrgang 2014

In dieser TPJ wird nicht nur auf die Situation von Alleinerziehenden im Kontext ambulanter Hilfen eingegangen. In den theoretischen Grundlagen wird die Entwicklung im Zusammenhang mit Ergebnissen aus dem 14. Kinder- und Jugendbericht dargestellt. Ein für die Kinder- und Jugendhilfe irritierende Entwicklung besteht darin, dass die Übernahme öffentlicher Verantwortung durch die Kinder- und Jugendhilfe nicht  die Reproduktion von Ungleichheiten verringert. Als Beispiele können die Kleinkindertagesbetreuung, die Familienbildung und die Erziehungsberatung herangeführt werden. Eltern mit Migrationshintergrund nutzen so beispielsweise die Angebote der Kleinkindbetreuung mit 16 Prozent nur halb so intensiv wie jene ohne Migrationshintergrund. Bildungsnahe Eltern nutzen Krippenangebote nicht nur häufiger, sie wählen auch ganz bewusst diejenigen mit guter Qualität aus. Diese soziale Selektivität trifft auch andere Angebote der erzieherischen Hilfen.

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