Theorie und Praxis der Jugendhilfe - 2015

Heft 12, Jahrgang 2015: Wenn pädagogische Fachkräfte bestrafen ...

In der vorliegenden Veröffentlichung werden verhaltenstherapeutische Instrumente kritisch reflektiert. Bei intensivpädagogischen Maßnahmen kommt es grundsätzlich auf die den Maßnahmen zugrundeliegenden Werte und das Menschenbild an. Erst zu verstehen, dann zu erziehen bedeutet, sich über die Haltung im pädagogischen Kontext zu verständigen und diese auf den Grundlagen der Wertschätzung, Partizipation und des Vertrauens zu gründen.

Die Frage, wann die  Funktionalitätsaspekte von Stufenplänen das pädagogische Handeln dominieren und wo verhaltenspädagogische Konzepte missbräuchlich Anwendung finden, müssen offen im Erziehungsalltag diskutiert werden. Hierzu gehört es, die notwendigen Regeln zur Strukturierung des Alltags, Grenzen zur Kontinuität des pädagogischen Handelns und Kontinuität der pädagogischen Beziehung in den Blick zu nehmen. Neben der deskriptiven Betrachtung pädagogischer Konzeptionen wird so eine Diskussion zur Ethik des pädagogischen Handelns unterstützt.

10,50€

Vorschau

Heft 11, Jahrgang 2015: Neue Impulse in der Intensivpädagogik

Anlässlich der Situation von jungen Menschen in freiheitsentziehenden Maßnahmen zeigen Gespräche mit den Mitarbeitenden und den Jugendlichen, dass die eigene Haltung für das Erreichen junger Menschen von zentraler Bedeutung ist. Eine der wesentlichen Fragen dabei ist die nach den zugrundeliegenden Werten und dem Menschenbild. Halt, Sinn und Orientierung zu geben erfordert Wertschätzung, danach müssen sich die Methoden der Pädagogik richten. Die wertschätzende Grundhaltung kommt dann zum Ausdruck, wenn sich eine Orientierung nach den Ressourcen des jungen Menschen und seinen Handlungsmöglichkeiten richtet. Dabei sind Partizipations- und Beschwerdemöglichkeiten zentrale Gesichtspunkte. Dieses ist im Gegensatz zu einer erzwungenen Anpassung an Strukturen viel mehr mit einer Stärkung des jungen Menschen verbunden. Im Mittelpunkt dieser TPJ werden neue Impulse der Intensivpädagogik exemplarisch dargestellt.

 

10,50€

Vorschau

Heft 10, Jahrgang 2015: Nachhaltigkeit und Ökologie

Die Vereinten Nationen (UN) haben die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung« erklärt. Durch Erziehung und Bildung sollte hier das Bewusstsein gestärkt werden, dass unser Verhalten Konsequenzen für die Rahmenbedingungen des Lebens vieler anderer Menschen in aller Welt hat. Im Lebensalltag von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ist es wesentlich, die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit anfassbar und lebenspraktisch zu gestalten, damit die damit verbundenen Werte und Haltungen für die jungen Menschen »greifbar« werden.


Die Erfahrung, dass ich Einfluss nehmen kann auf meine Umwelt und dass meine Meinung ernst genommen wird, trägt wesentlich dazu bei, die Rechte aller Beteiligten zu respektieren. Das Thema »Nachhaltigkeit und ökologisches, soziales Verständnis« kann im Alltag mit den jungen Menschen gelebt werden. Gespräche über das neue T-Shirt, das fünf Euro gekostet hat, mit den Fragen »Woher stammt das, wie viel Lohn und Kinderarbeit stecken darin?« ergeben sich aus den Alltagssituationen.


10,50€

Vorschau

Heft 09, Jahrgang 2015: Schulische und außerschulische Erziehungshilfen

Karin ist neun Jahre alt, sitzt in der Bücherecke ihrer Grundschulklasse und stöbert in dem Bilderbuch »Raupe Nimmersatt«. Seit neuestem besucht sie eine inklusive Klasse, wobei sie weder körperlich noch geistig behindert ist. Oftmals, so beschreibt die Lehrerin, macht sie das Unterrichten in der Klasse fast unmöglich. Sie weint, schreit, liegt unter dem Tisch oder hat Raufereien mit anderen Kindern. Sie kann sich nur schwerlich kontrollieren und für sie wurde ein sonderpädagogischer Förderbedarf in der emotionalen, sozialen Entwicklung diagnostiziert. Kinder wie Karin stellen große Herausforderungen im Alltag der Schulen dar.

Die praktischen Beispiele in diesem Heft zeigen die Individualität der Hilfen und der notwendigen Unterstützung auf, denn Teilhabe braucht viele Wege. Gerade darin liegt die Besonderheit der Inklusion: nicht die Verabsolutierung von Maßstäben, mit denen alle Kinder konfrontiert werden, sondern in der individuellen Unterstützung durch schulische und außerschulische Erziehungshilfen auf dem Weg zur Integration in die Gesellschaft.

10,50€

Vorschau