Theorie und Praxis der Jugendhilfe - 2020

TPJ 31, Jahrgang 2020 Arbeiten in Sicherheit – Jugendhilfe zwischen Herausforderungen und Mitarbeiterfürsorge
Menno Baumann, Björn Hagen (Hrsg.)

Die vorliegende Theorie und Praxis der Jugendhilfe zum Thema Mitarbeiterfürsorge hat die Schwerpunkte Basisartikel, Handlungspotenziale und kritische Diskussion. Hier wird darauf eingegangen, dass die Mitarbeitenden neben ihrer Persönlichkeit Fachkenntnisse und Kompetenzen einsetzen, um die jungen Menschen und Familien
zu betreuen. Hierbei muss gerade auch während der Corona-Pandemie die Gesundheit der Beschäftigten als Grundlage berücksichtigt werden. Dies zeigt sich auch in einem ausgeprägten Bedürfnis nach Sicherheit.
Die vorgestellten Studien zeigen ebenso wie die Untersuchungen, beispielsweise zu Abbrüchen in den stationären Erziehungshilfen, dass die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng mit der Professionalisierung des pädagogischen Handlungsfeldes verknüpft ist und auf die Zufriedenheit der jungen Menschen
einen gravierenden Einfluss hat. Ein weiterer wesentlicher Teil befasst sich mit der Angst der Mitarbeitenden und mit ihrer Angstbewältigung in der pädagogischen Arbeit mit den jungen Menschen. Auf Grundlage der Transaktionsanalyse wird auf die unterschiedlichen Formen eingegangen und die Angstbewältigung als Beziehungsgeschehen erläutert. Der Aspekt der Selbstsorge wird im Kontext stabilisierender Interventionen im psychosozialen Alltag beschrieben. Die alltagsnahen Interventionen tragen dazu bei, achtsam zu sein und Körpersignale wahrzunehmen.

Cover Heft Nr.TPJ 31, Jahrgang 2020 Arbeiten in Sicherheit – Jugendhilfe zwischen Herausforderungen und Mitarbeiterfürsorge<br>Menno Baumann, Björn Hagen (Hrsg.)

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TPJ 30, Jahrgang 2020 Biografiearbeit wirkt – Instrumente, Konzepte, Erfahrungen
Birgit Lattschar, Karin Mohr, Susanne Hölzl

Zu Beginn dieser Theorie und Praxis der Jugendhilfe erfolgt eine Begriffsklärung darüber, was Biografie und Biografiearbeit bedeuten. Es geht eben nicht nur um objektive Daten, sondern auch um die subjektive Sicht der Beteiligten. Diese Sicht wird geprägt von der dargestellten Ausgangssituation der sozialen Rahmenbedingungen. Biografiearbeit soll es den jungen Menschen ermöglichen, sich selbst und ihre Geschichte besser kennenzulernen und anzunehmen. Ziel ist es, aus der eigenen Lebensgeschichte Kraft zu schöpfen, Potenziale zu entdecken und so an den Ressourcen anzusetzen. Beispielhaft werden unterschiedliche Methoden für die Biografiearbeit vorgestellt. Ob Skizzen, Fotos, Bücher, Spiele oder Bilder – die Möglichkeiten sind vielfältig und orientieren sich an den jungen Menschen, ihrem Alter und ihrer Lebenssituation. Hierzu gehört auch die Entwicklung eines realistischen Selbstbildes einer Jugendlichen mit geistiger Behinderung sowie Biografiearbeit in Trennungs- und Scheidungssituationen oder bei Wechseln in andere Betreuungsformen.

Cover Heft Nr.TPJ 30, Jahrgang 2020 Biografiearbeit wirkt – Instrumente, Konzepte, Erfahrungen<br>Birgit Lattschar, Karin Mohr, Susanne Hölzl

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TPJ 29, Jahrgang 2020
Beziehung und Partnerschaft in Trägerlandschaften der Erziehungshilfen – Anforderungen und Praxisinterpretationen – Florian Hinken, Björn Hagen (Hrsg.)

Die Zusammenarbeit der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe wird im Wesentlichen von den aktuellen Entwicklungen im Arbeitsfeld beeinflusst. Zudem tragen Diskussionen um den Kinderschutz ebenfalls zur Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bei. Diese aktuelle Orientierung hat gravierende Einflüsse auf die Beziehung und Partnerschaft in Trägerlandschaften der Erziehungshilfen. Ein kurzer Einblick in die Kinder- und Jugendhilfestatistik zeigt, wie die Zusammenarbeit und Partnerschaft in den Trägerlandschaften von ständigen Veränderungen geprägt wird. Wenn die Ausgaben für die Hilfen für junge Volljährige im vergangenen Jahr um zwölf Prozent angestiegen sind (1,4 Milliarden Euro), liegt der Hauptgrund hierfür in der Unterbringung der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (UMA) beziehungsweise in der Betreuung und Begleitung der mittlerweile volljährig gewordenen jungen Menschen.

Parallel zu diesen Entwicklungen hat der Kinderschutz eine zunehmende Bedeutung für die Zusammenarbeit gewonnen. Junge Menschen und ihre Familien haben im vergangenen Jahr 1.300.117 Leistungen in Anspruch genommen. Die Millionengrenze wurde erstmals überschritten. Die Zahl der neu gewährten Hilfen zur Erziehung hat kaum zugenommen, während die Zahl der Verfahren nach § 8a SGB VIII angestiegen ist. Diese Kinderschutzsituation erfordert eine Kooperation der beteiligten Systeme und aller an den Lebensorten der jungen Menschen beteiligten Helfersysteme. Die vorliegende Theorie und Praxis der Jugendhilfe zu Beziehungen und Partnerschaften in Trägerlandschaften der Erziehungshilfe von Florian Hinken als Mitherausgeber geht auf die Verbindung der öffentlichen und freien Träger ein.

Cover Heft Nr.TPJ 29, Jahrgang 2020<br> Beziehung und Partnerschaft in Trägerlandschaften der Erziehungshilfen – Anforderungen und Praxisinterpretationen – Florian Hinken, Björn Hagen (Hrsg.)

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