Theorie und Praxis der Jugendhilfe - 2020

TPJ 30, Jahrgang 2020 Biografiearbeit wirkt – Instrumente, Konzepte, Erfahrungen
Birgit Lattschar, Karin Mohr, Susanne Hölzl

Zu Beginn dieser Theorie und Praxis der Jugendhilfe erfolgt eine Begriffsklärung darüber, was Biografie und Biografiearbeit bedeuten. Es geht eben nicht nur um objektive Daten, sondern auch um die subjektive Sicht der Beteiligten. Diese Sicht wird geprägt von der dargestellten Ausgangssituation der sozialen Rahmenbedingungen. Biografiearbeit soll es den jungen Menschen ermöglichen, sich selbst und ihre Geschichte besser kennenzulernen und anzunehmen. Ziel ist es, aus der eigenen Lebensgeschichte Kraft zu schöpfen, Potenziale zu entdecken und so an den Ressourcen anzusetzen. Beispielhaft werden unterschiedliche Methoden für die Biografiearbeit vorgestellt. Ob Skizzen, Fotos, Bücher, Spiele oder Bilder – die Möglichkeiten sind vielfältig und orientieren sich an den jungen Menschen, ihrem Alter und ihrer Lebenssituation. Hierzu gehört auch die Entwicklung eines realistischen Selbstbildes einer Jugendlichen mit geistiger Behinderung sowie Biografiearbeit in Trennungs- und Scheidungssituationen oder bei Wechseln in andere Betreuungsformen.

Cover Heft Nr.TPJ 30, Jahrgang 2020 Biografiearbeit wirkt – Instrumente, Konzepte, Erfahrungen<br>Birgit Lattschar, Karin Mohr, Susanne Hölzl

10,50€

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TPJ 29, Jahrgang 2020
Beziehung und Partnerschaft in Trägerlandschaften der Erziehungshilfen – Anforderungen und Praxisinterpretationen – Florian Hinken, Björn Hagen (Hg.)

Die Zusammenarbeit der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe wird im Wesentlichen von den aktuellen Entwicklungen im Arbeitsfeld beeinflusst. Zudem tragen Diskussionen um den Kinderschutz ebenfalls zur Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit bei. Diese aktuelle Orientierung hat gravierende Einflüsse auf die Beziehung und Partnerschaft in Trägerlandschaften der Erziehungshilfen. Ein kurzer Einblick in die Kinder- und Jugendhilfestatistik zeigt, wie die Zusammenarbeit und Partnerschaft in den Trägerlandschaften von ständigen Veränderungen geprägt wird. Wenn die Ausgaben für die Hilfen für junge Volljährige im vergangenen Jahr um zwölf Prozent angestiegen sind (1,4 Milliarden Euro), liegt der Hauptgrund hierfür in der Unterbringung der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (UMA) beziehungsweise in der Betreuung und Begleitung der mittlerweile volljährig gewordenen jungen Menschen.

Parallel zu diesen Entwicklungen hat der Kinderschutz eine zunehmende Bedeutung für die Zusammenarbeit gewonnen. Junge Menschen und ihre Familien haben im vergangenen Jahr 1.300.117 Leistungen in Anspruch genommen. Die Millionengrenze wurde erstmals überschritten. Die Zahl der neu gewährten Hilfen zur Erziehung hat kaum zugenommen, während die Zahl der Verfahren nach § 8a SGB VIII angestiegen ist. Diese Kinderschutzsituation erfordert eine Kooperation der beteiligten Systeme und aller an den Lebensorten der jungen Menschen beteiligten Helfersysteme. Die vorliegende Theorie und Praxis der Jugendhilfe zu Beziehungen und Partnerschaften in Trägerlandschaften der Erziehungshilfe von Florian Hinken als Mitherausgeber geht auf die Verbindung der öffentlichen und freien Träger ein.

Cover Heft Nr.TPJ 29, Jahrgang 2020<br> Beziehung und Partnerschaft in Trägerlandschaften der Erziehungshilfen – Anforderungen und Praxisinterpretationen – Florian Hinken, Björn Hagen (Hg.)

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